Abstraktion

Mixed Media in kleinem Format

Eine Auswahl kleiner Bilder in den Formaten 50 x 40 cm und 60 x 60 cm auf Leinwand. Sie sind das Resultat einer Serie von Aktzeichnungen aus dem Jahr 2018, die bereits auf Leinwand vorlagen, aber noch keine Farbe enthielten. Zum Einsatz kamen verschiedene Arten von Malmitteln: Aquarell, Acryl, Kreide, Tinte, Tempera, Venyl, Firnis.

Variationen der „Badenden“

Der Maler kommt im Bild vor durch seine Fehler, die das Bild individualisieren! Fehler im Sinne von Härten, von absichtlichen Zerstörungen, von Kanten, .. so kommt der Mensch im Bild vor. Wenn du also im Fluss arbeitest, mit Lasuren, mit Schüttungen, dann muss da irgendwo eine Kante rein, sonst ist das Bild am Ende nur ein schönes Bild, aber du kommst nicht mehr vor. Figuren als Anlass nehmen, kann man machen, aber dann sollten sie wieder weggehen… verschwinden… unsichtbar bleiben… nicht aufdringlich sein.. nicht im Mittelpunkt stehen, sonst wird das zu illustrativ! Die Figuren sollten höchstens so weit vorkommen, dass sie auch Zufall sein könnten, unbeabsichtigt und nicht geplant … also man könnte sich auch vertun beim Erraten … sie könnten bestritten werden.Malerei ist Griff, Zugriff auf den Zufall, auf das Vorhandene!

Malerei ist Griff, Zugriff auf den Zufall, auf das Vorhandene! Du musst immer im Bild vorkommen, das musst Du dir zur Prämisse machen. Das Bild kann relativ weit machen was es will, aber dann musst du dich einbringen. Du zwingst das Bild dem zu folgen, was du dir vorstellst, das musst du machen … Der Chef im Ring bist Du!

Ich hab nichts gegen schöne Farben, …. Im Kontext des eingefangenen Zufalls ist das von schönster Eleganz … denn der Zufall ist eigentlich keiner, er wird nur suggeriert. Der Zufall im Bild wird beherrscht, wird kultiviert, wird gezähmt… und das ist der Weg, den Du beschreiten solltest!! Schöne Farben in figurativen Bildern, verstärken das Bild in seiner Schönheit, der Lieblichkeit … aber es fehlt eben die Individualität darin und dann braucht es eben Brüche und Kanten, sonst ist das Bild künstlerisch tot… es kann nicht leben .. nicht pulsieren, keinen Bezug zum Künstler aufbauen, der Maler ist auswechselbar… und das Bild verliert seine Individualität… hat keine individuelle Klasse mehr, kein Alleinstellungsmerkmal mehr …

Camouflage

Camouflage kommt aus dem Französischen und bedeutet „Verschleierung“. Tatsächlich ist es eine französische Erfindung. Im Ersten Weltkrieg wurde diese Musterung von einer Gruppe Kubisten und Surrealisten, den Camoufleurs, für die französische Armee entwickelt. Sie wollten mit geometrischen Formen auf der Kleidung Soldaten in der Natur unkenntlich machen.

[metaslider id=1989 cssclass=““]

Zuvor trugen Armeeangehörige ihre Nationalfarben auf der Uniform, es galt, den Gegner einzuschüchtern und möglichst imposant auszusehen. Doch im modernen Krieg erwies es sich als viel zweckmäßiger, kein einfaches Ziel abzugeben.

In den sechziger und siebziger Jahren wurde der Military-Look dann als Protest gegen den Vietnamkrieg getragen. In den neunziger Jahren wurde aus dem Military-Look eine Modebewegung: Kurt Cobain trug die Military-Jacke auf der Bühne, Jean Paul Gaultier kreierte Looks ganz aus Camouflage-Musterung. Damit kam das Camouflage-Muster in die Damenmode.

Heute ist Tarnmusterung mehr denn je bei Frauen zu sehen. Früher gab es kaum ein maskulineres Muster als Camouflage. Es markierte den Mann, der sich selbst im Feld wähnt, entweder im Kriegseinsatz oder wenigstens im Wald auf der Pirsch nach einem kapitalen Hirsch. Nun aber bemächtigen sich die Frauen der Tarnkleidung. Eine Frau, die Camouflage trägt, gibt sich eine gewisse erdige, vielleicht sogar brutale Note. Tarnmusterung strahlt Autorität aus.

Pochoirs

Pochoir und Stencil ist eine Bezeichnung für Graffiti oder Street-Art, die mit Hilfe von Schablonen angebracht werden. Die Technik fand in Frankreich zum ersten Mal in größerem Stil künstlerische Verwendung (Blek le Rat)

Im Gegensatz zum freihändigen Graffito benötigt das Stencil die Anfertigung der Schablonen. Diese werden in der Regel aus Pappe, aber auch aus Kunststoff oder laminiertem Papier und – seltener – auch aus Metall oder Holz gefertigt und eignen sich dann für eine häufige Wiederholung eines Motivs. Komplizierte und großflächige Artefakte werden auf dünnem Maschendraht montiert. Die Kombination verschiedener Schablonen erlaubt mehrfarbige Motive. Zum Auftragen der Farbe können neben der Sprühdose auch Stupspinsel/Stupfpinsel, Ölkreide und Airbrush verwendet werden.

Die Technik der Erstellung von Motiven mittels einer Schablone ist so alt wie das künstlerische Schaffen der Menschheit selbst. Bereits die Steinzeit-Menschen spritzten Farbe beispielsweise über ihre Hände, die sie an eine Wand hielten, und erzeugten auf diese Weise ein Negativabbild.

Die Kombination von Pochoir mit Lithographien, Holzschnitten, Holzstichen, Zeichnungen oder Radierungen wandelte die Dekorationstechnik zu bildender Kunst. Jean Saudé, ein französischer Grafiker in Paris, veröffentlichte 1925 Traité d’enluminure d’art au pochoir, einen Leitfaden für die Pochoir-Technik. (Quelle: Wikipedia)

Die hier gezeigten Grafiken wurden mit zwei Schablonen mehrfarbig auf einen mit Acryl und Emulsionsfarbe vorbehandelten Malgrund (Fotokarton 300 g, und Dorée Papier 170 g)  gesprüht. Die Grafiken messen jeweils 70 x 50 cm.

English EN French FR German DE Spanish ES